Plattes Land, das vielleicht in zwei oder drei Jahren mein Zuhause sein wird.
Daran mag ich mich noch nicht gewöhnen. Viel mehr fällt mir auf, dass mir ein paar Sachen fehlen werden.
Neulich sind wir auf der A44 von Werl zum Kreuz Dortmund Unna gefahren. Man hat einen schönen Blick nach Norden auf Hamm. Ein bisschen Industrie, ein Kraftwerk, die zwei Wassertürme, davor Wiesen von denen Dunst hoch stieg und Windkraftanlagen. Ok, die letzten beiden gibt es an der Nordseeküste auch, zu Hauf sogar, aber der Rest der fehlt, der Aublick, der Hintergrund.
Wenn man auf der A46 von Wuppertal runter fährt Richtung Düsseldorf kann man im Winter, wenn die Büsche neben der Bahn keine Blätter haben an einer bestimmten Stelle den Rheinturm erblicken. Aber selbst wenn man das verpasst hat fährt man auf den Düsseldorfer Süden zu und kann die Schornsteine von Henkel sehen. Und bei dem Anblick kribbelt es noch regelmäßig. Und man sieht die Wasserdampfschwaden der grossen Kraftwerke am Tagebau Garzweiler.
Von Hochdahl aus kann man den Kölner Dom sehen, ganz in der Ferne, aber doch da.
Jeden Morgen wenn ich zur Arbeit fahre und mal kurz nach links gucke kann ich den Pylon der Fleher Brücke über den Rhein sehen. Und neulich ist uns erst aufgefallen, dass man ihn die ganze Zeit sieht, wenn man auf der A46 Richtung Düsseldorf fährt, bis zu den Tunneln.
Klar ist Ostfriesland auch schön, das Meer, die vorgelagerten Inseln die manchmal so nah scheinen und manchmal so fern. Der Wind, die Sonnenuntergänge am Deich, die Wolken.
Aber man hat nicht diese Ausblicke, nur das platte Land. Keine Landmarken wir den Gasometer in Oberhausen, die Halden, die Fernsehtürme und das viele dazwischen, die Städte, Fördertürme und Industrieanlagen.
Vielleicht denke und fühle ich in ein oder zwei Jahren anders, aber im Moment ist es so.
Auch das gibt es hier nicht:








Ach, ich glaube Dir, dass Du Dich nicht entscheiden kannst. Zum Glück habe ich nicht so viel nachgedacht, als ich von zu Hause hierher gezogen bin - sonst hätte ich es vielleicht nicht gemacht.
AntwortenLöschenHätte ich heute die Wahl, im Pott zu bleiben, oder ans Meer zu ziehen, würde ich das Meer wählen. Und das Leben dort.
Du hast ja noch ein bißchen Zeit, und bis dahin hast Du auch die richtige Entscheidung getroffen!
LG, Sandra